
Nach dem Sturz: Wie Sie weitere Stürze verhindern

Luisa Schneider
Pflegeberaterin
Etwa jeder dritte Mensch über 65 stürzt mindestens einmal pro Jahr — bei den über 80-Jährigen sogar jeder zweite. Die meisten Stürze passieren zu Hause, in vertrauter Umgebung, oft in Bad oder Schlafzimmer. Der erste Sturz ist statistisch oft der Auftakt zu einer Sturzserie: Nach einem Sturz steigt die Wahrscheinlichkeit eines weiteren um das Drei- bis Fünffache. Diese Anleitung führt Sie durch die ersten 24–72 Stunden nach einem Sturz und durch die nächsten Wochen — Sofortmaßnahmen, ärztliche Abklärung, Risikoanalyse und konkrete Schritte, um den nächsten Sturz zu verhindern.
Das Wichtigste in 60 Sekunden
1. Heute: Auch bei vermeintlich harmlosen Stürzen Hausarzt-Termin innerhalb von 48 Stunden — versteckte Frakturen (Hüfte, Becken, Wirbelsäule) sind die häufigste übersehene Sturzfolge. 2. Diese Woche: Sturz-Ursache klären — Schwindel, Medikamente, Sehkraft, Muskelschwäche oder Stolperfalle? Nur wer die Ursache kennt, kann den nächsten Sturz verhindern. 3. Hausnotruf installieren — Pflegekasse zahlt 25,50 €/Monat ab Pflegegrad 1, einer der wirksamsten Sicherheits-Schritte überhaupt. 4. Wohnung sturzsicher machen — bis 4.180 € Pflegekassen-Zuschuss pro Maßnahme für Haltegriffe, bodengleiche Dusche, Treppenlift. 5. Pflegegrad prüfen — schon Pflegegrad 1 öffnet Zugang zu allen wichtigen Hilfen, auch ohne dauerhafte Pflegebedürftigkeit. Stand 2026.
Schritt 1: Ärztliche Abklärung — auch wenn nichts wehtut
Der häufigste Fehler nach einem Sturz: "Ich habe mir nichts gebrochen, also ist alles okay." Etwa 20 % aller Hüftfrakturen werden in den ersten 24 Stunden übersehen — die Schmerzen werden erst beim zweiten oder dritten Versuch des Aufstehens deutlich. Auch Beckenringfrakturen und Wirbelkörper-Stauchungen tun in den ersten Stunden oft weniger weh als erwartet.
Was zu tun ist:
- Hausarzt-Termin innerhalb von 24–48 Stunden anstreben — auch wenn die Person sagt, sie sei okay
- Bei Sturz auf den Kopf, mit kurzer Bewusstlosigkeit, oder mit blutverdünnenden Medikamenten: sofort Notaufnahme, nicht abwarten
- Bei Verdacht auf Hüftfraktur (Schmerzen in der Leiste, eingeschränktes Gehen, verkürztes Bein): Rettungswagen — keine Eigenfahrt
- Bei Demenzerkrankung: niedrigere Schwelle für Krankenhaus, weil die Person Symptome nicht zuverlässig kommunizieren kann
Tipp aus der Praxis: Wer am Tag nach dem Sturz zunehmend immobil wird (mehr Schonhaltung, vermeidet Treppen, will nicht aufstehen), sollte sofort ärztlich abgeklärt werden — das ist häufig das erste Symptom einer übersehenen Fraktur.
Schritt 2: Sturz-Ursache klären — die wichtigste Frage
Stürze sind selten "einfach so passiert". Fast immer steckt ein konkreter Grund dahinter. Wer den Grund nicht findet, repariert nur die Wohnung — der nächste Sturz kommt aus derselben Ursache.
Die fünf häufigsten Sturzursachen bei Senioren:
- Medikamenten-Nebenwirkungen — etwa 30 % aller Sturzursachen. Beruhigungsmittel (Benzodiazepine), Antidepressiva, Blutdrucksenker, Schlafmittel und Schmerzmittel verursachen Schwindel oder Orthostase
- Muskelschwäche und Sarkopenie — Beinmuskulatur baut ab, Aufstehen aus dem Stuhl wird schwerer, Gleichgewicht weniger zuverlässig
- Sehkraft-Verschlechterung — Katarakt, Makuladegeneration oder einfach veraltete Brille verändert die Tiefenwahrnehmung
- Schwindel und Kreislaufprobleme — orthostatische Hypotonie (Blutdruck sinkt beim Aufstehen), Herz-Rhythmus-Störungen, Durchblutungsprobleme
- Stolperfallen in der Wohnung — Teppichkanten, Kabel, schlechte Beleuchtung, glatte Bodenbeläge
Was zu tun ist:
- Medikamentencheck beim Hausarzt: alle aktuellen Medikamente auflisten, ärztlich auf Sturzrisiko prüfen lassen — oft können 1–2 Mittel reduziert oder ausgetauscht werden
- Augenarzt-Termin für aktuelle Sehkraft-Messung
- Hausarzt-Untersuchung mit Schellong-Test (Blutdruck im Liegen / Stehen) für Orthostase
- Wohnungsbegehung — siehe Schritt 5
Tipp aus der Praxis: Lassen Sie sich vom Hausarzt einen sogenannten "geriatrischen Sturzcheck" durchführen — eine standardisierte Untersuchung, die innerhalb von 30–45 Minuten alle Hauptrisikofaktoren prüft. Bei mehreren Stürzen pro Jahr besteht Anspruch darauf.
Schritt 3: Hausnotruf installieren — der einfachste wirksamste Schritt
Der Hausnotruf ist die wirksamste einzelne Maßnahme, um die Folgen eines weiteren Sturzes zu begrenzen. Wer mit gebrochener Hüfte mehrere Stunden auf dem Boden liegt, entwickelt Druckgeschwüre, Auskühlung, Lungenentzündung und Nieren-Versagen — die zweite Folge ist oft schlimmer als die Fraktur. Ein Knopfdruck holt binnen Minuten Hilfe.
Was Sie wissen sollten:
- Pflegekasse zahlt 25,50 €/Monat ab Pflegegrad 1 (§ 40 SGB XI) — einmalige Einrichtungspauschale bis 10,49 €
- Auch ohne Pflegegrad: Selbstzahler-Tarif ab ~30 €/Monat
- Basisdienst: Funk-Knopf am Handgelenk + Basisstation in der Wohnung mit 24/7-Servicezentrale
- Premium-Funktionen: Sturzsensor (Auto-Alarm bei Sturz), Mobil-Notruf mit GPS für unterwegs — 10–25 € Aufpreis pro Monat
- Anbieter: Malteser, Johanniter, DRK, ASB, Caritas, Vitakt, Libify u. a.
Tipp aus der Praxis: Sturzsensor-Erweiterung lohnt sich besonders bei alleinlebenden Senioren mit Demenz oder Bewusstlosigkeits-Risiko (Diabetes, Herzrhythmus-Störung) — der Sensor löst auch dann den Notruf aus, wenn die Person den Knopf nicht mehr selbst drücken kann.
Mehr dazu: Hausnotruf — Modelle, Anbieter, Pflegekasse und Notrufknopf für Senioren.
Schritt 4: Sturzangst ernst nehmen — sie ist selbst ein Risiko
Nach dem ersten Sturz entwickeln zwei Drittel der Betroffenen Sturzangst. Klingt zunächst gesund — schließlich ist Vorsicht angebracht. Tatsächlich ist Sturzangst ein eigener Risikofaktor: Sie führt zu Vermeidungsverhalten, weniger Bewegung, Muskelabbau, Unsicherheit beim Gehen und damit zum nächsten Sturz.
Anzeichen für Sturzangst:
- Vermeidet Treppen, geht nur noch im Erdgeschoss
- Geht weniger spazieren, fast nicht mehr alleine raus
- Reduziert soziale Kontakte ("ich kann ja nicht mehr hin")
- Hält sich übervorsichtig fest, geht steifer
- Redet ständig vom nächsten Sturz
Was hilft:
- Sturzprophylaxe-Kurse der Krankenkassen — kostenlos im Rahmen der Präventionsleistung. Praxistraining für Gleichgewicht, Aufstehen, Treppensteigen, sicheres Fallen
- Physiotherapie auf Rezept — gezielte Stärkung der Beinmuskulatur, Gleichgewichtstraining
- Geh- und Mobilitätshilfen früh akzeptieren — Rollator gibt Sicherheit zurück und ermöglicht mehr Bewegung
- Psychologische Unterstützung bei ausgeprägter Angst — Gesprächs-/Verhaltenstherapie ist Krankenkassen-Leistung
Tipp aus der Praxis: Die häufigste falsche Reaktion: "Mama soll lieber nicht mehr raus." Genau das verschlechtert die Situation. Mehr Sicherheit kommt nicht von weniger Bewegung, sondern von mehr und besser unterstützter Bewegung.
Schritt 5: Wohnung sturzsicher machen
Etwa 70 % der Stürze passieren zu Hause. Eine systematische Wohnungsbegehung — idealerweise mit Pflegeberater oder Ergotherapeut — findet die wichtigsten Stolperfallen.
Stolperfallen in jeder Wohnung:
- Teppiche und Brücken — rutschen, ihre Kanten sind Stolper-Klassiker. Entfernen oder mit Anti-Rutsch-Unterlagen sichern
- Lose Kabel auf dem Boden — verlegen oder mit Kabelkanälen sichern
- Schlechte Beleuchtung — vor allem nachts auf dem Weg zur Toilette. Bewegungsmelder mit Nachtlicht für 15–30 € pro Stück
- Glatte Bodenbeläge in Bad/Küche — rutschhemmende Beläge oder rutschfeste Matten
- Unsichere Treppen — Handläufe beidseitig, kontrastreiche Markierung der Stufenkanten
Pflegekassen-finanzierbare Maßnahmen — bis 4.180 € pro Maßnahme:
| Maßnahme | typische Kosten | Wirkung |
|---|---|---|
| Haltegriffe in Bad und WC | 200–800 € | Sicherheit beim Aufstehen, größter Hebel im Bad |
| WC-Erhöhung (5–15 cm) | 100–400 € | Aufstehen ohne Kraftaufwand |
| Bodengleiche Dusche statt Wanne | 5.000–12.000 € | Eliminiert das Wannen-Steigen, häufigste Sturz-Stelle |
| Treppenlift gerade | 3.500–6.000 € | Eliminiert Treppensteigen vollständig |
| Treppenlift Kurventreppe | 8.000–12.000 € | wie oben, aber für komplexe Treppen |
| Türverbreiterung (Rollator-tauglich) | 800–2.500 € | Bewegungsfreiheit mit Rollator |
Wichtig: Antrag VOR Auftragsvergabe — sonst entfällt die Förderung komplett.

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Jetzt Anbieter vergleichenMehr dazu: Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen — Antrag und Zuschüsse und Barrierefreie Dusche planen.
Schritt 6: Pflegegrad prüfen — auch bei vermeintlich kleinem Bedarf
Viele Familien zögern den Pflegegrad-Antrag heraus, weil sie ihn mit "Bettlägerigkeit" oder "Heim" verbinden. Falsch — schon Pflegegrad 1 öffnet die Tür zu praktisch allen sturzrelevanten Hilfen:
- Hausnotruf-Pauschale 25,50 €/Monat
- Wohnumfeld-Zuschuss bis 4.180 € pro Maßnahme
- Pflegehilfsmittel-Pauschale 42 €/Monat
- Entlastungsbetrag 131 €/Monat für Hilfen im Alltag
Wann lohnt sich der Antrag?
Bei einem oder mehreren dieser Punkte:
- Wiederholte Stürze (≥ 2 in 12 Monaten)
- Eingeschränkte Mobilität — Rollator, schwierigeres Treppensteigen
- Reduzierte Selbständigkeit bei Körperpflege, An-/Auskleiden, Toilettengang
- Chronische Erkrankung mit absehbarer Verschlechterung (Parkinson, Multiple Sklerose, COPD)
- Nach Operation oder Krankenhausaufenthalt
Selbst bei Pflegegrad-1-Bewilligung "auf Probe" lohnt sich der Antrag, weil die Wohnumfeld-Maßnahmen einmalig nutzbar sind und die Hausnotruf-Erstattung dauerhaft läuft.
Mehr dazu: Pflegegrad beantragen — Schritt-für-Schritt-Anleitung und Pflegegrad 1 erklärt.
Schritt 7: Bewegung statt Schonung
Die intuitive Reaktion nach einem Sturz ist Schonen. Medizinisch ist das genau falsch: Schonung führt zu Muskelabbau, Schonung führt zum nächsten Sturz. Die richtige Reaktion ist strukturierte, sichere Bewegung.
Was tatsächlich hilft:
- Sturzprophylaxe-Kurse der Krankenkassen (Bewegungs-/Gleichgewichtstraining), 8–12 Termine, kostenlos
- Physiotherapie auf Rezept vom Hausarzt — gezielte Krafttraining für Beinmuskulatur, Rumpfstabilität, Reaktion
- Tägliche kleine Bewegungs-Einheiten — 10 Minuten Spaziergang, 5 Minuten einfache Übungen am Stuhl
- Tanzen, Gymnastik, Yoga in Senioren-Gruppen — kombiniert Bewegung mit sozialem Kontakt
- Schwimmen oder Wassergymnastik — gelenkschonend, kräftigend, gleichgewichtsfördernd
Tipp aus der Praxis: Eine Studie aus Australien (Sydney 2025) hat gezeigt: ältere Menschen mit 12 Wochen Sturzprophylaxe-Kurs hatten 39 % weniger Stürze als die Kontrollgruppe. Die Wirkung ist groß — und die Kurse kosten Sie nichts, weil die Krankenkassen sie zahlen.
Welche Leistungen Ihnen jetzt zustehen — Stand 2026
| Leistung | Höhe | Voraussetzung | Wer zahlt? |
|---|---|---|---|
| Hausnotruf-Pauschale | 25,50 € / Monat | Pflegegrad 1+ | Pflegekasse |
| Wohnumfeld-Zuschuss pro Maßnahme | bis 4.180 € | Pflegegrad 1+ | Pflegekasse |
| Pflegehilfsmittel-Pauschale | 42 € / Monat | Pflegegrad 1+ | Pflegekasse |
| Entlastungsbetrag | 131 € / Monat | Pflegegrad 1+ | Pflegekasse |
| Sturzprophylaxe-Kurs | kostenlos | medizinische Indikation | Krankenkasse |
| Physiotherapie | Rezept-basiert (~10 € Eigenanteil pro Verordnung) | ärztliche Verordnung | Krankenkasse |
| Hilfsmittel (Rollator, Haltegriffe) | je nach Hilfsmittel | ärztliche Verordnung | Krankenkasse / Pflegekasse |
| Pflegegeld | 347–990 € / Monat | Pflegegrad 2–5 | Pflegekasse |
Häufige Fragen
Wie schnell muss ich nach einem Sturz zum Arzt?
Bei vermeintlich harmlosen Stürzen ohne sofortige Schmerzen: innerhalb 24–48 Stunden Hausarzt-Termin, weil 20 % der Hüftfrakturen in den ersten Stunden übersehen werden. Bei Sturz auf den Kopf, kurzer Bewusstlosigkeit, blutverdünnenden Medikamenten oder Verdacht auf Hüftfraktur (Leiste-Schmerz, verkürztes Bein): sofort Notaufnahme.
Welche Medikamente erhöhen das Sturzrisiko?
Vor allem Benzodiazepine (Schlafmittel wie Diazepam, Lorazepam), Antidepressiva (SSRI, trizyklische), Blutdrucksenker (vor allem in Kombination), Schmerzmittel mit zentral-nervöser Wirkung (Tilidin, Tramadol) und Antipsychotika. Lassen Sie alle aktuellen Medikamente vom Hausarzt auf Sturzrisiko prüfen — oft sind 1–2 Reduktionen oder Wechsel möglich.
Lohnt sich ein Hausnotruf für jemanden, der nur einmal gestürzt ist?
Ja — das Risiko des nächsten Sturzes ist nach dem ersten dreifach erhöht. Hausnotruf kostet bei Pflegegrad 1+ den Eigenanteil 0 € (Pflegekasse zahlt komplett 25,50 €/Monat), die Anschaffung ist binnen 1 Woche organisiert, und im Ernstfall verhindert er die schwerwiegenden Sekundärfolgen einer Liegephase auf dem Boden.
Was ist mit Smartwatch-SOS-Funktionen statt Hausnotruf?
Smartwatches mit Sturzsensor (Apple Watch, Samsung) sind Ergänzung, kein Ersatz: sie alarmieren typisch nur Notfallkontakte oder Rettungsdienst, nicht eine 24/7-Servicezentrale, die die Lage im Gespräch klärt. Außerdem braucht eine Watch tägliches Aufladen — ein Hausnotruf-Knopf hat 1–2 Jahre Akku-Laufzeit. Bei Demenz oder Bedienungs-Unsicherheit ist der klassische Hausnotruf zuverlässiger.
Brauche ich einen Pflegegrad, um Hilfsmittel zu bekommen?
Nicht für alle. Hilfsmittel auf ärztliches Rezept (Rollator, Gehstock, Haltegriffe) zahlt die Krankenkasse auch ohne Pflegegrad. Hausnotruf-Erstattung, Wohnumfeld-Zuschuss und Pflegehilfsmittel-Pauschale dagegen brauchen mindestens Pflegegrad 1. Bei wiederholten Stürzen lohnt sich der Pflegegrad-Antrag fast immer.
Wann ist es Zeit für eine 24-Stunden-Pflege?
Wenn die pflegebedürftige Person nachts allein nicht mehr sicher ist — Sturzgefahr beim Toilettengang, Demenz mit nächtlicher Unruhe, Hilflosigkeit nach einem schweren Sturz. Auch bei wiederholten Stürzen (≥ 3 in 6 Monaten) trotz aller Sicherheitsmaßnahmen ist 24-Stunden-Anwesenheit oft die richtige Antwort.
Ist Sturzangst behandelbar?
Ja. Verhaltenstherapeutische Ansätze wirken bei moderater Sturzangst gut — kombiniert mit Bewegungsprogramm, das das verlorene Vertrauen in den eigenen Körper schrittweise zurückgibt. Bei schwerer Sturzangst mit ausgeprägtem Vermeidungsverhalten ist eine psychotherapeutische Behandlung Krankenkassen-Leistung; Hausarzt stellt die Überweisung aus.
Wann Sie professionelle Pflegeberatung suchen sollten
Nach einem Sturz lohnt der Pflegestützpunkt-Termin besonders, wenn:
- Es der zweite oder dritte Sturz innerhalb von 12 Monaten war
- Die pflegebedürftige Person allein wohnt und das Wohnumfeld neu strukturiert werden muss
- Familie weit weg wohnt und nicht täglich vor Ort sein kann
- Sturzangst die Mobilität bereits deutlich einschränkt
- Mehrere Hilfsmittel und Maßnahmen gleichzeitig nötig sind und Sie den Überblick verlieren
Pflegestützpunkte in Ihrer Nähe finden Sie über die Datenbank des Bundesgesundheitsministeriums; die Beratung ist kostenlos (gesetzlicher Anspruch nach § 7a SGB XI). Telefonisch erreichbar ist auch das Pflegetelefon des BMG: 030 – 20 17 91 31 (Mo–Do 9–18 Uhr, Fr 9–12 Uhr).
Wir beim Seniorenrat unterstützen Sie zusätzlich beim Vergleich geprüfter Anbieter für Hausnotruf, Badumbau, Treppenlift und 24-Stunden-Betreuung — kostenlos und mit besonderem Fokus auf schnelle Lieferzeiten nach Sturz-Situationen.
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