Seniorenrat

Den passenden Hausnotruf-Anbieter finden

Vergleichen Sie geprüfte Hausnotruf-Anbieter — die Pflegekasse zahlt 27 € pro Monat ab Pflegegrad 1.

Wir stehen für Transparenz im Vergleich der besten Anbieter

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Luisa Schneider

Von Luisa Schneider, Pflegeberaterin

Stand 2026 · Geprüft von Pflegeberaterin Luisa Schneider

Was ist ein Hausnotruf?

Ein Hausnotruf ist ein Notrufgerät — meist als Armband oder Halskette getragen — das im Ernstfall per Knopfdruck eine 24-Stunden-Notrufzentrale alarmiert. Die Zentrale spricht über die Basisstation in der Wohnung mit der hilfsbedürftigen Person, klärt die Lage und schickt bei Bedarf Angehörige, einen Pflegedienst oder den Rettungsdienst.

Für alleinlebende Senioren, sturzgefährdete Personen oder pflegebedürftige Menschen mit Pflegegrad 1 und höher gehört der Hausnotruf zu den wichtigsten Sicherheitsbausteinen — und wird von der Pflegekasse vollständig finanziert.

Das Wichtigste in Kürze

Ein Hausnotruf besteht aus Basisstation, Funk-Notrufknopf und 24-h-Servicezentrale. Monatskosten beim Basisdienst: 27 €, vollständig erstattet von der Pflegekasse ab Pflegegrad 1 nach § 40 SGB XI. Einmalige Einrichtungspauschale bis 10,49 €. Premium-Funktionen (Sturzsensor, GPS, Mobil-Notruf außerhalb der Wohnung) kosten 10–25 € Aufpreis pro Monat. Anbieter: Malteser, Johanniter, DRK, ASB, Caritas, Vitakt, Libify u. a.

Welches Hausnotruf-Paket passt zu mir?

Vier Pakete-Stufen sind am Markt etabliert. Die Pflegekasse erstattet bei Pflegegrad 1+ den Basisdienst vollständig — alle weiteren Funktionen sind Aufpreis als Selbstzahler.

PaketEigenanteil / MonatFunktionenWo es funktioniert
Basisdienst0 € (Pflegekasse zahlt 27 €)Funk-Knopf + 24/7-Servicezentralenur Wohnung + Garten (Funkreichweite ~50 m)
Sturzsensor-Erweiterung+ 10–15 €automatischer Alarm bei Sturznur Wohnung + Garten
Mobil-Notruf (GPS)+ 15–25 €GPS-Ortung, SIM-Karte, Mobil-Knopfdeutschlandweit (Mobilfunknetz)
Premium (alles)20–35 €alle Funktionen + Komfort-Servicedeutschlandweit + Wohnung

Vorteile eines Hausnotrufs

Der Hausnotruf ist die einfachste und günstigste Form der Sicherheit zu Hause — und der eine Baustein, den nahezu alle Pflegeberater bedingungslos empfehlen:

  • 24-Stunden-Hilfe auf Knopfdruck

    Im Sturz- oder Notfall reicht ein Druck auf den Funk-Knopf. Die Servicezentrale ist rund um die Uhr besetzt und erreichbar — auch nachts und an Feiertagen.

  • Selbstständigkeit erhalten

    Mit Hausnotruf können Senioren länger im eigenen Zuhause wohnen bleiben — oft jahrelang länger als ohne. Heim oder 24-Stunden-Pflege werden so erst später nötig.

  • Entlastung der Angehörigen

    Die Sorge um nächtliche Stürze ohne Hilferuf ist für viele Töchter und Söhne die größte Belastung. Der Hausnotruf nimmt sie ab — eine professionelle Zentrale übernimmt 24/7.

  • Vollständig von der Pflegekasse finanziert

    Bei vorhandenem Pflegegrad 1+ zahlt die Pflegekasse die 27 € Monatskosten komplett. Es entsteht kein Eigenanteil für den Basisdienst — nur Premium-Funktionen kosten extra.

Tiefer einsteigen

Welche Zuschüsse Sie für den Hausnotruf bekommen

Wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt, übernimmt die Pflegekasse den Basisdienst-Hausnotruf vollständig. Die Erstattung läuft direkt zwischen Anbieter und Pflegekasse — Sie haben keinen Verwaltungsaufwand. Stand 2026:

LeistungHöhe
Monatliche Pauschale Pflegekasse (§ 40 SGB XI)27 € / Monat
Einmalige Einrichtungs-Pauschalebis 10,49 € einmalig
Voraussetzung Pflegegradab Pflegegrad 1
Voraussetzung Wohnsituationalleinlebend oder tagsüber alleinstehend
Premium-Erweiterungen (Sturzsensor, GPS, Mobil-Notruf)10–25 € / Monat Eigenanteil

Pflegekasse-Antrag im Detail

Mehr zu Förderungen und Recht

So läuft die Vermittlung über Seniorenrat

  1. 1

    Anfrage stellen

    Beantworten Sie in wenigen Minuten Fragen zu Pflegegrad, Wohnsituation und gewünschten Funktionen — kostenlos und unverbindlich.

  2. 2

    Passende Angebote erhalten

    Wir gleichen Ihre Anfrage mit unserem Netzwerk geprüfter Hausnotruf-Anbieter ab und holen für Sie unverbindliche Angebote ein.

  3. 3

    Vergleichen und entscheiden

    Sie wählen den Anbieter mit der für Sie passenden Geräteausstattung, Service-Reaktionszeit und Vertragslaufzeit — mit transparenten Monatskosten.

Worauf Sie beim Anbieter achten sollten

Die großen Wohlfahrtsverbände erfüllen alle Standards — bei kleineren Anbietern lohnt der Blick auf diese sechs Punkte:

  1. 1

    DIN EN 50134 Zertifizierung

    Diese Norm definiert den europäischen Standard für Hausnotruf-Systeme. Ohne Zertifizierung sind Geräte und Servicezentrale technisch und prozessual nicht abgesichert.

  2. 2

    Reaktionszeit der Servicezentrale

    Seriöse Anbieter beantworten den Knopfdruck binnen 15 Sekunden mit einer Stimme aus der Basisstation. Längere Wartezeiten sind ein klares K.O.-Kriterium.

  3. 3

    Schlüsseldienst-Vereinbarung

    Im Notfall muss jemand in die Wohnung — Angehörige, Schlüsseldepot beim Nachbarn oder beim Anbieter, Schlüsselbox am Haus. Klären Sie das VOR Vertragsabschluss.

  4. 4

    Mindestlaufzeit

    Idealerweise monatlich kündbar — manche Anbieter haben 6- oder 12-Monatsbindung. Bei Heimumzug oder Tod ist eine kurze Kündigungsfrist Gold wert.

  5. 5

    Notfallplan vorab abstimmen

    Wer wird zuerst angerufen — Angehörige, Pflegedienst oder Rettungsdienst? Welche Schlüssel-Information geht weiter? Schriftlicher Plan bei Vertragsabschluss.

  6. 6

    Pflegegrad-Erstattung sichern

    Auch ohne aktuellen Pflegegrad sinnvoll, das Antragsverfahren parallel zu starten — die 27 € Pflegekassenpauschale werden rückwirkend ab Antragsmonat erstattet.

Häufige Fragen vor dem Vertragsabschluss

Was kostet ein Hausnotruf im Monat?

Der Basisdienst (Basisstation + Funk-Knopf + 24-h-Zentrale) kostet bei den großen Anbietern 27 € pro Monat. Bei vorhandenem Pflegegrad 1+ wird dieser Betrag vollständig von der Pflegekasse erstattet. Premium-Funktionen wie Sturzsensor, GPS-Tracker oder Mobilnotruf kosten 10–25 € Aufpreis pro Monat — diese sind als Selbstzahler-Leistungen zu zahlen.

Bekommt man Hausnotruf auch ohne Pflegegrad?

Ja — der Hausnotruf ist als Selbstzahler-Vertrag jederzeit abschließbar (~30 € pro Monat beim Basisdienst). Sinnvoller ist es, vorher einen Pflegegrad-Antrag zu stellen: Bereits Pflegegrad 1 reicht für die volle Erstattung der 27 € durch die Pflegekasse.

Wie schnell wird im Notfall reagiert?

Seriöse Anbieter haben eine durchschnittliche Reaktionszeit der Servicezentrale von unter 15 Sekunden — also der Zeit zwischen Knopfdruck und Stimme aus der Basisstation. Welche weiteren Schritte folgen (Anruf bei Angehörigen, Schlüsseldienst, Rettungsdienst), legen Sie im Voraus mit dem Anbieter im Notfall-Plan fest.

Welcher Anbieter ist seriös?

Achten Sie auf Stiftung-Warentest-Bewertungen, ein nach DIN EN 50134 zertifiziertes Hausnotrufsystem, eine 24/7-deutschsprachige Servicezentrale, transparente Vertragsbedingungen ohne lange Mindestlaufzeiten (idealerweise monatlich kündbar) und einen lokalen Service mit Schlüsseldienst-Vereinbarung. Die großen Wohlfahrtsverbände (Malteser, Johanniter, DRK, ASB, Caritas) und etablierte Privatanbieter (Vitakt, Libify) erfüllen diese Kriterien zuverlässig.

Funktioniert der Hausnotruf auch außerhalb der Wohnung?

Der Standard-Hausnotruf funktioniert nur in der Wohnung und im Garten (Funkreichweite typisch 30–50 m). Wer auch unterwegs Hilfe rufen können möchte, braucht einen Mobil-Notruf mit GPS und SIM-Karte — kostet 10–25 € Aufpreis pro Monat als Premium-Erweiterung.

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